Hintergrund

 

"Elfen sind die Kinder Adams mit seiner ersten Frau Lilith.

Sie sind gefallene Engel, die nicht böse genug waren für die Hölle, aber auch nicht rein genug für den Himmel."

 

Während der Recherche für meine Doktorarbeit zum Thema "Elfenmythen" bin ich auf diese beiden Aussagen gestoßen. Sie haben mich sofort fasziniert und das Ergebnis war der Roman "Die Kinder Liliths" (in der Neuauflage: "Elfenblüte"). Die Doktorarbeit liegt mittlerweile auf Eis, viele Inhalte jedoch sind in den Roman mit eingeflossen.

So entstammen Lios- und Döckalfar (Licht- und Dunkelelfen) der Darstellung in der nordischen Mythologie, genauer gesagt der Edda.

 

Alahrians Ängste und Selbstzweifel beruhen nicht nur auf seiner traumatischen Vergangenheit, sondern auch auf bekannten Engelsmythen.

 

Und Lilith, die der Legende nach in die Wüste verbannt wurde, weil sie sich ihrem Ehemann nicht beugen wollte, trägt auch im Roman unabhängige, individualistische Züge.

 

Kleines Lexikon:

 

Alfar:

Elfenwesen der nordischen Mythologie, die mit den Asen (den Göttern) in enger Verbindung stehen und teilweise selbst als Götter verehrt werden.

 

Döckalfar:

Dunkelelfen aus der nordischen Mythologie, insbesondere der Edda

 

Erloschene:

Im Buch Lichtelfen, die dem Licht entsagt haben und der Dunkelheit dienen (ähnlich wie gefallene Engel).

 

Fenririm:

Fiktive, wolfsähnliche Dienerwesen der Erloschenen, angelehnt an den "Fenris-Wolf", der in der nordischen Mythologie am Ende der Welt Sonne und Mond verschlingen wird.

 

Liosalfar:

Lichtelfen der nordischen Mythologie, insbesondere der Edda.

 

Sidhe:

Die "Hohlen Hügel". Unterirdische, zwischen dieser und der Anderswelt liegende Gefängnisse, in die "die Erloschenen" verbannt wurden.